INPP Fachtagung 2027 - Vortragende
KURZVORTRAG
Anja
van Velzen
Zur Person
Anja van Velzen MEd., (Jahrgang 1955, verheiratet, 4 Kinder, 5 Enkel) ist Sonderpädagogin mit Pädagogischen Praxen in Hamburg, im Allgäu und jetzt im Saarland seit 1995. Neben der Zertifizierung in Neurophysiologischer Entwicklungsförderung durch Dr. phil. Peter Blythe und Sally Goddard-Blythe MSc. 1994 absolvierte sie weitere praxisrelevante Fort- und Weiterbildungen im Bereich Körpertherapie und Bindungstherapie – u.a. bei Prof. Dr. Karl-Heinz Brisch, LMU München. Sie ist Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Neurophiologie & Pädagogik 1995 und implementierte die Neurophysiologische Entwicklungsförderung INPP mit einem Team von Pädagog:innen unter Leitung von Prof Dr. Werner Lauff und Dipl. Päd. Thake Hansen-Lauff ab 1995 an der Pädagogischen Fakultät der Universität Hamburg. Sie ist Gründungsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Bindungstherapie ABT e.V.
Von 2006 bis 2027 hatte sie die Repräsentanz und Leitung des Institute for Neurophysiological Psychology INPP für Österreich und die Schweiz, seit 2023 für die tschechische und slowakische Republik und veranstaltete eine internationale INPP Konferenz 2014 in Wien und eine binationale INPP Konferenz 2019 in Zürich.
Sie leitet einjährige Post-Graduate Weiterbildungen zum INPP Konzept, zweitägige Veranstaltungen für Lehrer:innen und Erzieher:innen mit Vermittlung des Neuromotorischen Schulreifeprogramms für Kindergruppen, hält Vorträge und Tagesseminare für Eltern und interessierte Fachleute.
In ihrer Pädagogischen Praxis gehört die Begleitung von Kindern mit Lern- und Verhaltensproblemen, bindungsorientierte Mütterberatung, psycho-pädagogisches Entlastungs- und Bewältigungstraining für Eltern zu ihren Angeboten.
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Eröffnung
ONLINE-KURZVORTRAG
Sally
Goddard Blythe
Zur Person
Sally Goddard Blythe MSc. (Psych.) hat sich in ihrer 37-jährigen Tätigkeit in eigener Praxis auf die Überprüfung und Behandlung von Aspekten der körperlichen Entwicklung von Kindern mit Hilfe der INPP-Methode spezialisiert. Sie hat professionelle Standards für die Weiterbildung in der INPP-Methode entwickelt, die inzwischen in 14 Ländern der Welt eingesetzt wird.
Sie konzipierte den „INPP-Entwicklungsscreeningtest und das
Interventionsprogramm für Schulen“, um Aspekte der Methode für Lehrer:innen und Kinder in Schulen in allen Teilen der Welt zugänglich zu machen – unabhängig vom finanziellen Status.
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Neuromotorische Unreife und die INPP-Methode
Da das Institut für Neurophysiologische Psychologie (INPP) sich als erstes Institut und nun schon seit über 50 Jahren mit neuromotorischer Unreife, ihren Auswirkungen auf Entwicklung, Lernen und emotionale Regulation und deren Erkennung und Behandlung beschäftigt, wird Sally Goddard Blythe die Entwicklungsgeschichte der INPP-Methode vorstellen und das zentrale Konzept der neuromotorischen Unreife erläutern. Sie wird sich auf evidenzbasierte Forschung zu diesem Thema beziehen und ihre Vision für die Methode in der Zukunft skizzieren.
VORTRAG
Johanna
Lauff
Zur Person
Jg. 1980, hat Erziehungswissenschaft, Medizin und Psychologie studiert. Seit 2004 arbeitet sie als INPP-neuromotorische Entwicklungsförderin® und betreut Klient:innen zwischen 3,5 und 65 Jahren und schult pädagogische Einrichtungen in der Anwendung des INPP Gruppenprogramms zur Förderung neuromotorischer Schulreife. Seit 2023 hat sie die Leitung von INPP Deutschland übernommen und hat bei INPP International die Stelle „Director of Education“ inne. Sie ist für die Aufrechterhaltung der hohen Qualitätsstandards und die Weiterentwicklung der INPP Methode weltweit verantwortlich. Mit ihrem Mann und ihren drei Kindern lebt sie in der Lüneburger Heide.
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Der „Fear-Paralysis-Reflex“ als Schlüssel zur Autonomie
Rückzug verstehen und Selbstwirksamkeit stärken im Kontext der INPP-Methode
Der Weg aus dem Rückzug in die Autonomie gehört zu den grundlegenden Entwicklungsschritten jedes Menschen. Primitive Rückzugsreflexe stellen die ersten neuromotorische Reaktionen des Embryos auf seine Umwelt dar – Ausdruck eines primitiven biologischen Selbstschutzes durch Rückzug. Die Fähigkeit zur Autonomie hingegen ist Ergebnis und Ziel einer gelungenen neuromotorischen Entwicklung.
Prä-, peri- und postnatale Störfaktoren können dazu führen, dass primitive Rückzugsreflexe als unwillkürliche Reaktionen auf die Umwelt im Nervensystem aktiv bleiben und die weitere Entwicklung von Selbstregulation, Beziehungsgestaltung und Autonomie nachhaltig beeinträchtigen.
Ausgehend von einer Analyse von Fallbeispielen sowie aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen beleuchtet dieser Vortrag den „Fear-Paralysis-Reflex“ als primitiven Rückzugsreflex in seinen praktischen Implikationen. Welche Störfaktoren führen zu seinem Fortbestehen? Was bedeutet es für einen Menschen, wenn das Verlassen des inneren Rückzugs nur unter großer Kraftanstrengung und meist nur vorübergehend gelingt? Welche Auswirkungen zeigen sich konkret im Alltag, im Lernen, in sozialen Beziehungen und in der emotionalen Regulation? Und wie kann die INPP-Methode der neuromotorischen Entwicklungsförderung dazu beitragen, Entwicklungsschritte nachzureifen und den Weg vom Rückzug hin zu mehr innerer Sicherheit, Selbstermächtigung und Autonomie zu unterstützen?
VORTRAG
Marina
Marcovich
Zur Person
Dr. Med. Marina Marcovich wurde 1952 in Wien geboren und ist Kinderärztin, em. Vorstandsmitglied der Österr. Gesellschaft für Perinatale Medizin , der Deutsch-Österreichischen Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin sowie Präsidentin der Gesellschaft für Philosophie und Medizin.
Landwirtschaftliche und Forstfacharbeiterin, Philosophin, Marathonläuferin, Triathletin.
Seit 40 Jahren Auseinandersetzung mit dem medizinischen Establishment um den notwendigen Umfang technischer und medizinischer Maßnahmen in der Intensivpflege für Frühgeborene.
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Frühgeborene zwischen Freiheit und Geborgenheit
Zu früh geht Frühgeborenen der Schutz und die Versorgung durch den Mutterleib verloren. Das macht sie verletzlich, zugleich aber auch zu Kämpfer:innen um ein eigenständiges Überleben.
Für uns Neonatolog:innen gilt es, die richtige Dosierung zwischen notwendiger technisch-medizinischer Unterstützung und Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten der Frühgeborenen zu finden. Orientierung im Freiraum sozusagen. Genügend Raum für eine freie Entfaltung und genügend Boden für einen sicheren Stand.
In ihrem Vortrag wird Frau Marcovich, eingebunden in dieses theoretische und praktische Spannungsfeld, als Zeitzeugin von ihrer Pionierarbeit in den 1980er/90er Jahren berichten, als sie auf die Eigenständigkeit der Frühgeborenen vertraute und den damals zwangsläufigen Inkubator gegen die körperliche Nähe der Eltern tauschte. Sie wird außerdem einen Ausblick auf aktuelle Orientierungsmöglichkeiten in der Neonatologie geben.
ONLINE-VORTRAG
Nelson
Annunciato
Zur Person
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Voraussetzungen für Aufmerksamkeit und posturale Kontrolle
Ein besseres Verständnis der Formatio reticularis
VORTRAG
Sandra Filliger
Denise Senn
Zu den Personen
Denise Senn
JIAS National Director CH / DE
JIAS Musikerstellung CH / DE / AUT
Neuromotorische Entwicklungsförderung INPP
Dipl. Lerncoach IWL
Systemischer Berater INSAC
Psychologische Hypnose
EMDR-Therapeutin
Sandra Filliger
JIAS National Director CH / DE
Organisation JIAS Kurse und Updates CH / DE
Eidg. Dipl. Komplementärtherapeutin Craniosacral-Therapie
Neuromotorische Entwicklungsförderung INPP
Dipl. Lerncoach IWL
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Auditive Verarbeitung und Wahrnehmung: Einflussfaktoren, Prävention und Förderung
Der Vortrag gibt einen Überblick über die zentralen auditiven Fertigkeiten und beleuchtet mögliche Einflussfaktoren auf die Entstehung auditiver Verarbeitungs- und Wahrnehmungsschwierigkeiten. Neben entwicklungsbedingten Einflüssen werden auch aktuelle Lebensbedingungen und Lärmbelastungen als potenzielle Einflussfaktoren auf die auditive Verarbeitung und deren Entwicklung erläutert.
Abschließend wird das JIAS-Hörtraining mit seinem methodischen Ansatz vorgestellt und anhand von Fallbeispielen aus der Praxis Veränderungen in der auditiven Verarbeitung veranschaulicht.
KURZVORTRAG
Pia
Mantl
Zur Person
Zum Vortrag
Das INPP Gruppenprogramm in der Kinderkrippe
Das EKIZ Reutte implementierte in der Krippe „Außerferner Nestl“ das INPP-Bewegungsprogramm für Zweijährige. Nach einer gezielten Fortbildung für das Pädagoginnenteam folgten strukturierte Beobachtung, Testung und Evaluierung der Kinder. Die Ergebnisse nach einem halben Jahr zeigen positive Effekte auf die neuromotorische Entwicklung.
Neben dem Erfahrungsbericht der Krippe bietet der Vortrag ein Feedback zum INPP-Schulreifeprogramm im Kindergarten.
KURZVORTRAG
Petra
Wurm
Zur Person
Mag.ª Petra Wurm ist Pädagogin und zertifizierte INPP-Praktikerin. In ihrer eigenen Praxis (Infinium Institut, Krumpendorf am Wörthersee) arbeitet sie mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senior:innen – sowohl in Einzelbegleitung als auch in Gruppen.
Ihr Arbeitsfeld umfasst neben der INPP-Methode körperorientierte Ansätze wie Kinesiotaping, Akupressur und Craniosacrale Körperarbeit, weiters pädagogische Lernbegleitung bei Legasthenie und Dyskalkulie sowie systematisches Mentaltraining. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf die Verbindung von Bewegung, Wahrnehmung und Gesundheitsförderung – auch im Rahmen der Initiative Gesunde Gemeinde Kärnten, wo sie Vorträge und Praxisprogramme für verschiedene Altersgruppen entwickelt und umsetzt.
Zum Vortrag
Neuromotorische Entwicklungsförderung im Alter: ein INPP-basiertes Gruppenprogramm
Der Vortrag stellt ein praxiserprobtes neuromotorisches Gruppenprogramm für Senior:innen vor, das auf dem INPP-Schulreifeprogramm basiert und für die Bedürfnisse älterer Menschen adaptiert wurde. Es wird erläutert, warum neuromotorische Übungen – ursprünglich aus den Bewegungsmustern des ersten Lebensjahres abgeleitet – auch im Alter wirksam eingesetzt werden können, um Gleichgewicht, Koordination und Körperwahrnehmung zu fördern.
Der Vortrag gibt Einblick in den Aufbau und die Durchführung des Programms, das in drei Durchgängen im Rahmen der Initiative „Gesunde Gemeinde“ in Kärnten erfolgreich umgesetzt wurde. Anhand von Praxisbeispielen und Rückmeldungen der Teilnehmer:innen werden Veränderungen in Beweglichkeit, Alltagssicherheit und Wohlbefinden veranschaulicht.
